Das südafrikanische Land schließt sich damit anderen rohstoffreichen Nationen an, die ihre lokale Wertschöpfung steigern wollen.
Simbabwe hat mit sofortiger Wirkung den Export aller unverarbeiteten Mineralien und von Lithiumkonzentraten ausgesetzt – ein Schritt, der die heimische Verarbeitung und Wertschöpfung fördern soll. Das Bergbauministerium begründete die Maßnahme laut mehreren Medien mit „anhaltenden Missständen und Verlusten“. Hintergrund ist der weit verbreitete Kleinbergbau, der teils auch illegal erfolgt und häufig mit Umweltproblemen und wirtschaftlichen Verlusten für den Staat einhergeht. Laut einer Presseerklärung (PDF) des Ministeriums dürfen ab sofort nur noch Bergbauunternehmen mit gültigen Lizenzen und genehmigten Aufbereitungsanlagen Mineralien exportieren.
Simbabwe ist Afrikas größter Produzent des Batterierohstoffs Lithium und einer der weltweit bedeutendsten Produzenten von Platingruppenmetallen. Zu den weiteren Bergbauprodukten gehören Gold, Chrom und Diamanten. Rund 80 Prozent der Exporte stammen aus diesem Sektor. Ein Großteil des Rohmaterials wird im Ausland, vor allem in China, weiterverarbeitet, zugleich haben chinesische Firmen auch in lokale Raffineriekapazitäten investiert (PDF). Um mehr von den eigenen Bodenschätzen zu profitieren, verfolgt Simbabwes Regierung seit längerem das Ziel, die heimische Aufbereitung der Rohstoffe auszubauen. Bereits 2022 waren strenge Exportauflagen für unverarbeitetes Lithium erlassen worden; die aktuelle Auflage umfasst zusätzlich Lithiumkonzentrat, also eine weiterverarbeitete Form.
Mit dem Exportverbot schließt sich Simbabwe einer Reihe von weiteren Ländern an, die ebenfalls ihre lokale Wertschöpfung ausbauen wollen, darunter Namibia, Gabun und Indonesien.
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