Länder schaffen zu wenig Platz für die Windkraft

2. Mai 2022 | Markt

Mit Ausnahme von Schleswig-Holstein wird für den Windkraftausbau bislang nicht die im Koalitionsvertrag vorgesehene Fläche bereitgestellt.

Dem schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien kommt nicht nur wegen des Krieges in der Ukraine und dem angestrebten Verzicht auf russisches Gas eine zentrale Bedeutung zu. Bereits im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP wurden ambitionierte Ziele für die Energiewende formuliert.

Als ein großes Hindernis für den Zubau der Windkraft gilt der Mangel an Flächen für entsprechende Anlagen. Gelöst werden soll dieses Problem, indem zwei Prozent der Landesfläche für die Windkraft reserviert werden. Bei der Umsetzung dieses Vorhabens schreiten die einzelnen Bundesländer allerdings mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit voran, wie die Tagesschau unter Berufung auf eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa berichtet. 

Bisher habe nur Schleswig-Holstein die entsprechenden Flächen ausgewiesen. Vergleichsweise gut stehen auch Hessen und das Saarland da, hier liegt der Prozentsatz mit 1,9 bzw. 1,82 Prozent jedoch noch unter dem Zielwert. Unter den Flächenländer hinken vor allem Baden-Württemberg (0,2 Prozent) und Sachsen (0,3 Prozent) deutlich hinterher.

Derzeit nehmen Planung und Genehmigung eines Windparks im Durchschnitt 4 bis 5 Jahre in Anspruch, so der Bundesverband WindEnergie, der Bau selbst etwa drei bis sechs Monate.

Photo: iStock/TimSiegert-batcam

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