Kritische Rohstoffe: IRENA fördert Kooperation 

von | 24. Mrz 2022 - 10:46 | Wirtschaft

Neue Plattform für den Austausch von Ideen und die Koordination von Maßnahmen gegründet.

Strategische Rohstoffe wie Seltene Erden, Technologiemetalle, aber auch Edelmetalle wie Palladium und Iridium sind von zentraler Bedeutung für das Gelingen der globalen Energiewende. Sie werden für emissionsfreie Mobilität, nachhaltige Energieerzeugung und die Dekarbonisierung der Industrie benötigt. Mit dem zunehmenden Bedarf gehen aus Sicht der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) Preis- und Versorgungsrisiken einher. Mit einer neuen Plattform will die IRENA ihren Mitgliedern die Möglichkeit geben, Wissen und Best Practice-Beispiele auszutauschen sowie Projekte zu koordinieren, die dem Gelingen der Energiewende durch die Sicherung der Rohstoffversorgung dienen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die IRENA hat in der Vergangenheit bereits ähnliche Projekte gestartet, so etwa zum Thema Grüner Wasserstoff oder zu geopolitischen Aspekten der Energiewende.

Die Preisschwankungen, die in den letzten Wochen und Monaten bei einigen dieser kritischen Materialien beobachtet wurden, zeigten, warum dieses Thema ernst werden genommen müsse, so Generaldirektor Francesco La Camera. Damit dürfte auch der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland gemeint sein, der unter anderem bei Nickel und Palladium zu einem starken Preisanstieg geführt hat. Technische Innovationen, aber auch die Substitution von bestimmten Materialien könnten dazu beitragen, den Rohstoffbedarf zu decken. Priorität müsse jedoch die nachhaltige Ausweitung der Bergbau- und Verarbeitungskapazitäten haben, so La Camera weiter.

Photo: iStock/lovelyday12

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