Seltene Erden stehen im Fokus des weltweit einmaligen, aber auch umstrittenen Vorhabens.
Japan liegt mit seinen Plänen zum Tiefseebergbau offenbar im Zeitplan: Im Sommer 2025 kündigte die Regierung an, erste Proben nahe der Koralleninsel Minami-Torishima entnehmen zu wollen. Übernehmen sollte dies das vor zwei Wochen gestartete Forschungsschiff Chikyu (siehe Archivbild im Titel). Die Probebohrung sei erfolgreich verlaufen, wie die Japan Times jetzt meldet, und die Chikyu mittlerweile auf dem Rückweg mit rohstoffhaltigem Schlamm aus etwa 6.000 Metern Tiefe an Bord.
Laut der japanischen Regierung sei diese Mission bislang weltweit einmalig. Wie hoch der Anteil Seltener Erden in dem geförderten Schlamm tatsächlich ist – ihnen gilt bei dem Vorhaben das größte Interesse – werden nun Analysen zeigen. Dann ist klar, ob sich die rohstoffarme Industrienation mittels Deepsea-Mining von Seltenerd-Supermacht China lösen könnte. Um Förderung und Transport des Materials zu erleichtern, war Ende 2025 die Errichtung einer Anlage auf der Insel angekündigt worden, die das Volumen des Schlamms reduziert. Minami-Torishima ist fast 2.000 Kilometer vom japanischen Festland entfernt.
Warum die Ressourcengewinnung in der Tiefsee umstritten ist, erfahren Sie in unserem Hintergrundartikel.
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