Mit der Transaktion soll nach eigenen Angaben der größte Produzent außerhalb Chinas von der Mine bis zum Metall geschaffen werden.
Energy Fuels, ein US-Produzent von Uran und Seltenen Erden, plant die Übernahme des australischen Bergbauunternehmens Australian Strategic Materials (ASM). Der Wert der Transaktion wird auf rund 300 Millionen US-Dollar geschätzt.
ASM betreibt in Südkorea eine Fabrik für Seltene-Erden-Metalle und -Legierungen, eine weitere Anlage dieser Art ist in den USA vorgesehen. Beide sollen im Rahmen der Übernahme mit Energy Fuels‘ Anlage White Mesa in Utah verbunden werden, wo neben Uran Seltenerdoxide produziert werden. Im Juni 2025 startete dort die Herstellung schwerer Seltener Erden, einer besonders gefragten Ressource für zivile und militärische Anwendungen.
Energy Fuels strebt dadurch die Schaffung des größten Produzenten außerhalb Chinas an, der die gesamte Wertschöpfungskette von der Mine bis zum Metall abdeckt. Da zahlreiche Länder ihre Importabhängigkeit von der Volksrepublik reduzieren wollen, soll so eine kritische Lücke in den globalen Lieferketten geschlossen werden. Bislang erfolgen sowohl die Raffination schwerer Seltener Erden als auch die Weiterverarbeitung zu Metallen und Legierungen fast ausschließlich in China.
Rohmaterial soll aus Australien, Madagaskar und Brasilien stammen
Das Rohmaterial für die geplante Wertschöpfungskette soll aus verschiedenen Quellen stammen. Neben ASMs Seltenerdprojekt Dubbo im australischen New South Wales zählen dazu Lagerstätten, die Energy Fuels – teils mit Partnern – entwickelt: Donald in Victoria, Australien, Vara Mada (früher Toliara) in Madagaskar sowie Bahia in Brasilien. Dabei handelt es sich überwiegend um Vorkommen, aus denen die Seltenen Erden aus Monazitsanden gewonnen werden.
Bereits im April 2024 hatte Energy Fuels angekündigt, ein „Global Leader“ in der Seltenerdbranche werden zu wollen. Damals wurde mit Base Resources ebenfalls ein australisches Seltenerdunternehmen übernommen, wodurch das Projekt in Madagaskar in die eigene Lieferkette integriert werden konnte.
Mehr zu den westlichen Wertschöpfungsketten: Mit Less Common Metals wurde vor einigen Monaten bereits einer der wenigen Hersteller von Seltenerdlegierungen und -metallen außerhalb Chinas durch ein US-Unternehmen übernommen (wir berichteten). Ein kleiner Überblick über weitere Protagonisten entlang der westlichen Wertschöpfungsketten für schwere Seltene Erden findet sich derweil in unserem Hintergrundartikel.
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