Pentagon investiert 27 Millionen Dollar in Antimon-Produktion

von | 6. März 2026 - 09:08 | Politik

U.S. Antimony Corporation erhält Fördermittel zum Ausbau der gesamten Wertschöpfungskette. Das Unternehmen ist bereits mit Lieferungen für den nationalen Rohstoffvorrat beauftragt.

Das US-Verteidigungsministerium will die U.S. Antimony Corporation mit 27 Millionen US-Dollar unterstützen, um die heimische Wertschöpfungskette für Antimon auszubauen. Die Fördermittel wurden bereits am 24. Februar bewilligt, die Durchführung verzögerte sich jedoch wegen des Regierungsstillstands („Shutdown“).

Nach eigenen Angaben ist die U.S. Antimony Corporation das einzige Unternehmen außerhalb Chinas und Russlands, das über eigene Kapazitäten sowohl für die Förderung als auch die Raffination von Antimon verfügt. Mit den Finanzmitteln sollen die Produktionsanlagen im US-Bundesstaat Montana modernisiert und erweitert werden. Gleichzeitig ist vorgesehen, die Antimongewinnung an einem Bergbaustandort in Alaska voranzutreiben.

Der kritische Rohstoff wird für die Herstellung bestimmter Munition benötigt sowie für Flammschutzmittel und Batterien, die neben zivilen auch militärische Anwendungen haben können.

Nicht die erste Investition des Pentagon in die heimische Antimon-Lieferkette

Dass die US-Regierung die Rolle der U.S. Antimony Corporation als strategisch wichtig für die nationale Sicherheit ansieht, zeigt ein bereits im September abgeschlossener Fünfjahresvertrag mit der Defense Logistics Agency, einer Behörde des Pentagons. Ziel ist die Aufstockung des heimischen Rohstoffvorrats. Mit Perpetua Resources und Nova Minerals haben zudem zwei weitere Unternehmen entlang der US-Wertschöpfungskette für Antimon Fördergelder erhalten.

Hintergrund sind die Bestrebungen zur Reduzierung der Importabhängigkeit von China. Das Land steht für rund die Hälfte der weltweiten Minenproduktion von Antimon und über 85 Prozent der Raffineriekapazitäten. Mitte 2024 führte Peking zudem Exportkontrollen für diesen und weitere Rohstoffe ein, was die Ausfuhren stark eingeschränkt hat.

Mehr zum Pentagon und den Lieferketten: Ebenfalls dieser Tage hat das US-Verteidigungsministerium sich an Bergbauunternehmen gewandt, um die inländische Versorgung mit 13 kritischen Mineralien für militärische Anwendungen zu verbessern, darunter Bismut, Germanium, Hafnium, Wolfram und mehrere Seltenerdelemente. Zeitgleich sollen Informationen zur Vorratshaltung von Lithium, Nickel, Zinn, Chrom und Tellur eingeholt werden.

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