Mine-to-Magnet-Lieferkette im Fokus.
Am Wochenende gab es erste Hinweise auf einen Einstieg der US-Regierung bei USA Rare Earth. Nach MP Materials im Sommer 2025 wäre dies das zweite Engagement des Landes bei einem Seltenerdkonzern. Am gestrigen Montag folgte nun die Bestätigung in Form einer Absichtserklärung zwischen dem Unternehmen und dem Department of Commerce.
Neben 277 Millionen US-Dollar an möglicher staatlicher Förderung wird ein Darlehen in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt, das aus Mitteln des CHIPS and Science Act stammen könnte. Das Ministerium erhält im Gegenzug 16,1 Millionen Aktien. USA Rare Earth gab außerdem bekannt, dass zusätzlich 1,5 Milliarden US-Dollar an privaten Investitionen durch die Ausgabe neuer Aktien eingeworben wurden. Mit den Finanzmitteln sollen der Aufbau einer heimischen Mine für Seltene Erden und nachgelagerte Produktionsschritte für die Herstellung von Permanentmagneten angestrebt werden.
Das Material wird aus dem Vorkommen Round Top in Texas stammen. Rohstoffe von dort hatte der Konzern bereits probeweise veredelt. Ein Pilotbetrieb in Round Top könnte noch in diesem Jahr starten und die reguläre Rohstoffförderung voraussichtlich Ende 2028 beginnen. Im vergangenen September hatte sich USA Rare Earth durch die Übernahme des britischen Spezialisten für Seltene Erden und -legierungen, Less Common Metals, wichtiges Know-how für die nachgelagerten Stufen der Wertschöpfung gesichert. Die technologische Weiterentwicklung der Separierung von schweren Seltenen Erden ist Teil einer weiteren Vereinbarung von USA Rare Earth mit dem Department of Energy, wie aus der Pressemitteilung hervorgeht. Preisgarantien für Seltenerdprodukte wie im Falle des Deals zwischen Pentagon und MP Materials sind unterdessen nicht Teil des Deals.
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