Frankreich als Musterland der Seltenerdindustrie?
USA Rare Earth verstärkt sich mit weiterem Know-how: Nach dem Erwerb des britischen Herstellers von Metallen und Legierungen Less Common Metals, rücken nun die Trennung, Aufbereitung und das Recycling Seltener Erden in den Fokus. Dafür hat das US-Unternehmen einen Anteil von etwa 12,5 Prozent an Carester mit Sitz im französischen Lyon erworben, wie am Donnerstag bekanntgegeben wurde. Neben dem Zugang zu technischen Kompetenzen erhält USA Rare Earth das Recht, einen Teil der Oxidproduktion von Carester zu erwerben. Die Franzosen könnten künftig ihrerseits vom Zugang zu schweren Seltenen Erden profitieren, die USA Rare Earth ab Ende 2028 in den USA produzieren will. Derzeit dominiert China diesen Bereich.
Die Transaktion sei Teil einer Initiative von USA Rare Earth, Less Common Metals und Carester zum Aufbau einer Industrieplattform, die die gesamte Wertschöpfungskette für die Aufbereitung von Seltenen Erden bis hin zur Herstellung von Magneten umfasst. Angesiedelt soll diese im französischen Département Pyrénées-Atlantiques werden. Pläne für eine solche Anlage hatte Carester im März des vergangenen Jahres vorgestellt, der französische Staat hatte eine finanzielle Unterstützung zugesagt. Der Standort wird nun durch eine Fabrik für Metalle und Legierungen ergänzt, die möglicherweise ebenfalls staatlich gefördert werden könnte. Damit entstehe das umfassendste industrielle Ökosystem für Seltene Erden in Europa, heißt es weiter.
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