Die Internationale Energieagentur IEA hat am Mittwoch einen neuen Report zur Versorgungssicherheit bei Seltenen Erden veröffentlicht. Die Analyse umfasst alle Stufen der Wertschöpfung vom Abbau bis zur Weiterverarbeitung und zeigt die Risiken auf, die bei einer Unterbrechung der Lieferketten drohen. Vor allem die Versorgung mit denjenigen Elementen der Seltenen Erden, die für Magnetanwendungen benötigt werden, sei besonders stark auf weniger Länder beschränkt. China hat in diesem Bereich ein Quasimonopol. Seltene Erden wie Neodym oder Terbium werden auch für andere Technologien benutzt, Permanentmagneten machen laut IEA jedoch wertmäßig 95 Prozent des Gesamtverbrauchs an Seltenen Erden aus. Die Exportrestriktionen Pekings im vergangenen Jahr hätten die potenziellen und faktischen Auswirkungen von Unterbrechungen sehr deutlich gemacht, heißt es weiter.
Um die Versorgung mit Seltenen Erden auf eine breitere Basis zu stellen und die Abhängigkeit von China signifikant zu reduzieren, seien in den nächsten zehn Jahren Investitionen von 60 Milliarden US-Dollar aus privaten und öffentlichen Mitteln notwendig, so die Autoren weiter. Das meiste Kapital sei für die Aufbereitung zu investieren, ein Drittel entfällt auf die Fertigung. Dieser Bedarf erscheine zunächst erheblich, sei im Vergleich zu den potenziellen Kosten von Lieferunterbrechungen jedoch zu vernachlässigen. Die IEA beziffert diese auf 6,5 Billionen US-Dollar.
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