Seit April 2025 gelten in China für den Export von Dysprosium und Terbium sowie weitere Seltene Erden strenge Auflagen. In der Folge gelangt weniger Material in das Ausland, was sich auch in den jüngsten Ausfuhrstatistiken für Januar und Februar zeigt. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Export von Dysprosium im Januar um fast 75 Prozent auf 6.182 Kilogramm. Wichtigster Empfänger war Vietnam, danach Südkorea und Estland. Im Februar wurden keine Lieferungen verzeichnet.

Entwicklung des Exports von Dysprosium.
Auch bei Terbium ist im Vergleich zu Januar 2025 ein Rückgang zu verzeichnen, der mit fast 35 Prozent ebenfalls deutlich ausfällt. Im Februar wurden unterdessen nur 500 Kilogramm exportiert, ein Rückgang von 87 Prozent im Jahresvergleich. Im Januar erhielt mit großem Abstand Südkorea das Gros der Ausfuhren, gefolgt von Vietnam, Estland und Deutschland, im Februar war Estland der einzige Empfänger. Dort wird derzeit am Aufbau einer Wertschöpfungskette für Seltenerdmagneten gearbeitet.

Entwicklung des Exports von Terbium.
Dysprosium und Terbium kommen zur Leistungssteigerung der Magneten zum Einsatz. Auffällig ist, dass Japan in beiden Monaten nicht mehr in der Liste der Empfänger auftaucht. Die chinesische Regierung hatte zum Jahresbeginn die Exportkontrollen für Dual-Use-Güter nach Japan verschärft. Als Hintergrund werden die zunehmenden politischen Spannungen vermutet. Unter den Regelungen, die hauptsächlich die japanische Rüstungsbranche zum Ziel haben, dürfte in der Folge die gesamte Industrie des Hightech-Standorts leiden.
Photo: iStock/ake1150sb



