Korea Zinc startet US-Partnerschaft zum Recycling Seltener Erden

von | 13. Jan. 2026 - 10:01 | Wirtschaft

Der weltweit größte Produzent von raffiniertem Zink investiert bereits in eine Schmelzanlage in den USA, die zahlreiche Rohstoffe verarbeiten soll.

Korea Zinc und das in den USA ansässige Unternehmen Alta Resource Technologies wollen ein Joint Venture gründen. Ziel ist das Recycling von Permanentmagneten aus Seltenen Erden und die Herstellung hochreiner Seltenerdoxide. Laut der Nachrichtenagentur Yonhap ist eine Anlage geplant, die bis zu 100 Tonnen Magnetmaterial pro Jahr verarbeiten soll. Das Werk soll an einem der bestehenden Recyclingstandorte von PedalPoint entstehen, dem US-Tochterunternehmen von Korea Zinc. Der Betriebsstart ist für 2027 vorgesehen.

Korea Zinc, der weltweit größte Produzent von raffiniertem Zink, positioniert sich zunehmend als wichtiger Lieferant strategisch bedeutender Materialien für die Industrie in den USA und ihren Partnerländern. Hintergrund sind die wachsenden Unsicherheiten in den globalen Lieferketten.

Erst vor einem Monat kündigte das Unternehmen an, rund 7,4 Milliarden US-Dollar in den Bau einer groß angelegten Schmelzanlage in Tennessee zu investieren (wir berichten). Das Werk, das 2029 die Produktion starten soll, wird neben Zink auch Blei und Kupfer verarbeiten und eine Reihe kritischer Mineralien raffinieren, darunter Antimon, Indium, Bismut, Tellur, Gallium und Germanium. Die jetzt angekündigten Kapazitäten zum Recycling Seltener Erden ergänzen dieses Portfolio.

Biochemie zur Gewinnung kritischer Mineralien

Im Rahmen des Joint Ventures mit Alta soll eine biochemische Methode eingesetzt werden, um die wertvollen Seltenen Erden aus ausgedienten Magneten zu gewinnen. Das Start-up nutzt bestimmte Proteine, die selektiv Metallionen binden und trennen. Dem Unternehmen zufolge werden bei diesem Prozess höhere Reinheitsgrade erreicht als bei herkömmlichen Recyclingmethoden, insbesondere bei komplexen Ausgangsstoffen wie Magneten. Für die Entwicklung und Skalierung seiner Technologie hat Alta Unterstützung von namhaften Partnern erhalten. Darunter sind die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), eine Behörde des Verteidigungsministeriums, die Technologien für die nationale Sicherheit entwickelt, und In-Q-Tel, die strategische Investmentgesellschaft der CIA.

Photo: KoaLaoLa va Canva