MP Materials: Staatliche Unterstützung wirkt, kostet zunächst aber Umsatz 

von | 27. Feb. 2026 - 08:27 | Wirtschaft

US-Seltenerdkonzern legt Quartalszahlen vor. 

Mit MP Materials hat am Donnerstag der zweite große westliche Player der Seltenerdindustrie Zahlen zur Geschäftsentwicklung veröffentlicht. Im vierten Quartal 2025 hat das Unternehmen wieder die Gewinnzone erreicht, muss jedoch einen Umsatzrückgang von 14 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum ausweisen. MP Materials führt dies auf die Entscheidung zurück, kein Konzentrat mehr nach China zu liefern. Dies war eine Bedingung der strategischen Partnerschaft mit dem US-Verteidigungsministerium.  Dieser Deal sieht unter anderem Preisgarantien vor, die sich nun positiv auf das Geschäftsergebnis ausgewirkt haben. Insgesamt spiegelt sich in den vorgelegten Zahlen die Strategie wider, auf verarbeitete Produkte zu setzen, vor allem solche für die Herstellung von Magneten.  

MP Materials will dabei auch selbst groß in die Fertigung einsteigen. Als Standort für die Produktion sei Northlake im Bundesstaat Texas ausgewählt worden, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Das Unternehmen geht von einem Investment in Höhe von 1,25 Milliarden Dollar in die Fertigungsanlage aus, die eine jährliche Kapazität von 10.000 Tonnen Neodym-Eisen-Bor-Magneten haben wird. Das ist das Zehnfache der Kapazität der bereits bestehenden Anlage im nahe gelegenen Fort Worth, in der MP Materials Anfang 2025 erste Prototypen von Seltenerdmagneten hergestellt hat. Der Bundestaat Texas unterstützt den Bau der Fabrik in Northlake mit fast 70 Millionen US-Dollar, 1.500 Arbeitsplätze sollen hier entstehen. 

Photo: MP Materials