Korea Zinc setzt auf Elektroschrott aus US-Rechenzentren zur Rohstoffgewinnung

von | 12. März 2026 - 09:38 | Wirtschaft

Das südkoreanische Unternehmen ist Medienberichten zufolge im Gespräch mit US-Tech-Konzernen.

Der südkoreanische Metallproduzent Korea Zinc verhandelt mit US-Technologieunternehmen, um deren Altmaterialien aus Rechenzentren zur Wiedergewinnung kritischer Mineralien zu nutzen, berichtet Reuters. Dabei sollen vor allem strategisch wichtige Metalle wie Seltene Erden aus ausrangierten Servern, elektronischen Komponenten, Batterien und Solaranlagen recycelt werden, so der Vorsitzende Yun B. Choi

Korea Zinc forscht bereits seit mehreren Jahren an entsprechenden Technologien und will Partner für das Recycling und die Raffination in den USA gewinnen. Elektroschrott aus Rechenzentren gilt als zunehmend wertvolle Rohstoffquelle, da die ausrangierten Bauteile etwa Gallium und Indium in den Mikrochips oder Palladium in den Festplatten enthalten.

Für Korea Zinc wäre es nicht der erste Schritt für eine Expansion in den US-Markt. Das Unternehmen will 7,4 Milliarden Dollar in den Bau einer Schmelzhütte im Bundesstaat Tennessee investieren. Dort sollen Nichteisenmetalle produziert und kritische Mineralien wie Antimon, Indium, Bismut, Tellur, Gallium und Germanium veredelt werden. Die US-Regierung hat Unterstützung für das Projekt zugesagt.

Darüber hinaus hat Korea Zinc eine Partnerschaft mit dem US-Startup Alta Resource Technologies geschlossen, um eine Recyclinganlage für Magneten aus Seltenen Erden zu bauen. Dort sollen Seltenerdoxide aus ausgedienten Komponenten gewonnen werden. Die dafür nötigen Technologien werden mit Fördermitteln aus US-Forschungsprogrammen für den Verteidigungssektor entwickelt. Der Betrieb der Anlage soll 2027 starten.

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