Die Rohstoffwoche – Die wichtigsten Nachrichten aus KW 06

von | 6. Feb. 2026 - 17:00 | Wirtschaft

Die Vereinigten Staaten geben beim Thema Rohstoffsicherung in der westlichen Welt derzeit den Ton an, national und international. In der EU stellt der Rechnungshof dem Staatenbund derweil ein sehr durchwachsenes Zeugnis für die aktuelle Rohstoffpolitik aus. – Die Details finden Sie in unserem Roundup. 

USA wollen Weltmarkt für kritische Rohstoffe neugestalten  
Die US-Regierung hat Vertretern aus 54 Ländern und der Europäischen Union ihre Pläne zur Neugestaltung des Weltmarkts für kritische Rohstoffe vorgestellt. Um diesen aus ihrer Sicht wieder fairer und stabiler zu machen, schlägt sie eine bevorzugte Handelszone für kritische Mineralien vor. Diese solle durch feste Mindestpreise vor “unfairer” Konkurrenz von außen geschützt werden, erklärte Vize-Präsident J.D. Vance.  
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Rechnungshof warnt: Die EU droht bei ihren Rohstoffzielen zu scheitern 
2024 startete die EU den Critical Raw Materials Act, um die Rohstoffversorgung zu sichern und Importabhängigkeiten zu senken. Bis 2030 sollen Ziele wie mehr heimischer Bergbau und Recycling erreicht werden. Die Umsetzung droht jedoch zu scheitern, wie jetzt ein neuer Bericht des Europäischen Rechnungshofs zeigt.  
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12 Milliarden US-Dollar: USA planen Rohstoffreserve für die Industrie 
Die USA planen den Aufbau einer zivilen strategische Reserve für kritische Mineralien, wie Bloomberg unter Berufung auf ranghohe Regierungsvertreter berichtete. Das Programm mit dem Namen Project Vault und einem Volumen von 12 Milliarden US-Dollar soll heimische Unternehmen vor Versorgungsunterbrechungen schützen und die Importabhängigkeit von China reduzieren. 
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Brasilien: USA investieren eine halbe Milliarde US-Dollar in Seltene Erden
Der brasilianische Seltenerdproduzent Serra Verde beliefert derzeit fast ausschließlich chinesische Kunden mit schweren Seltenen Erden. Dies solle sich ändern, kündigte CEO Thras Moraitis im vergangenen Dezember an. In diesem Zuge wurden langfristige Lieferverträge neu verhandelt und laufen nun Ende 2026 aus. Diese neue Flexibilität trägt erste Früchte in Form einer Investitionszusage der Vereinigten Staaten.
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Tiefseebergbau: Japan bringt erste Proben aus 6.000 Metern Tiefe an Land 
Japan kommt beim Tiefseebergbau voran: Eine Probebohrung nahe der Koralleninsel Minami-Torishima ist laut Japan Times erfolgreich verlaufen. Das Forschungsschiff Chikyu ist jetzt mit rohstoffhaltigem Schlamm aus rund 6.000 Metern Tiefe auf dem Rückweg. 
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