Betreiber Viridis hat 2024 vielversprechende geologische Ergebnisse vorgelegt.
Die australische Exportkreditagentur hat dem heimischen Bergbauunternehmen Viridis Mining and Minerals Unterstützung für dessen Seltenerdprojekt Colossus in Brasilien angeboten (PDF). Bis zu 50 Millionen US-Dollar könnten für die Weiterentwicklung bereitgestellt werden. Für Viridis wäre dies bereits die vierte Förderung durch eine staatliche Finanzierungsinstitution; zuvor hatten die Exportkreditagenturen Kanadas und Frankreichs sowie die nationale Entwicklungsbank Brasiliens Interesse bekundet. Hinzu kommen private Investitionen. Die geplante Finanzierung über insgesamt 286 Millionen US-Dollar sei somit abgedeckt, die endgültige Investitionsentscheidung rücke näher, so Viridis.
In der Vergangenheit konnte Viridis bereits überzeugende geologische Untersuchungsergebnisse aus dem Colossus-Projekt vorlegen (wir berichteten). Im April 2024 gab das Unternehmen Rückgewinnungsraten von bis zu 63 Prozent bekannt – eine der weltweit höchsten für Seltene Erden aus Ionenadsorptionstonen. Diese Lagerstätten kommen vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten vor und sind die Hauptquelle für schwere Seltene Erden wie Dysprosium und Terbium, die rarer und teurer sind als ihre leichten Pendants wie Neodym. Derzeit bauen nur China und das benachbarte Myanmar diese Vorkommen kommerziell ab, einige Analysten attestieren Brasilien jedoch Potenzial als künftiger Produzent. Um die Wertschöpfung im Land zu steigern, ist Viridis außerdem eine Kooperation eingegangen, Ziel ist die regionale Weiterverarbeitung seines abgebauten Materials.
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