Verband der Bergbau- und Explorationsunternehmen veröffentlicht von der Regierung in Auftrag gegebenes Konzeptpapier.
Im Zuge seiner nationalen Rohstoffstrategie betrachtet Australien Seltene Erden zunehmend als strategische Ressourcen. Vor diesem Hintergrund legte der heimische Verband der Bergbau- und Explorationsunternehmen am Freitag ein Konzeptpapier (PDF) zur Einrichtung einer Reserve für kritische Mineralien vor. Auftraggeber war die australische Regierung. Der Entwurf konzentriert sich auf Seltene Erden und skizziert ein Modell zur Absicherung der Produktion. Durch garantierte Preisunter- und Preisobergrenzen soll das Investitionsrisiko für Projekte unterstützt werden.
Der Vorschlag erinnert an die Vereinbarung zwischen der US-Regierung und MP Materials, die das Verteidigungsministerium zum größten Anteilseigner des wichtigsten heimischen Seltenerdproduzenten machte. Zugleich wurden Abnahmegarantien mit Preisuntergrenzen gegeben (wir berichteten). Australiens Rohstoffministerin Madeleine King signalisierte bald darauf Interesse an ähnlichen Maßnahmen. Der nun vorgestellte Ansatz geht jedoch noch weiter, indem er auch die Preise nach oben begrenzt: Übersteigen diese die vereinbarten Obergrenzen, müssten Produzenten einen prozentualen Anteil an den Staat zurückführen. Dadurch würde das Risiko für die Steuerzahler reduziert, während in Abschwungphasen die Preissicherheit für die Produzenten gewährleistet bleibt.
Die vorgeschlagene strategische Reserve umfasst vier Seltenerdelemente, die für Magnettechnologien entscheidend sind: Neodym, Praseodym, Dysprosium und Terbium. Durch diese Fokussierung sollen Australiens Rolle in den globalen Lieferketten für Seltene Erden gestärkt und Engpässe vermieden werden.
Photo: Kostab, Aurilako via Canva, montage by Rohstoff.net



