USGS veröffentlicht neue Ausgabe der jährlichen Mineral Commodity Summaries
Der U.S. Geological Survey (USGS) hat die neueste Ausgabe seiner Mineral Commodity Summaries veröffentlicht und darin ein kräftiges Wachstum des US-amerikanischen Rohstoffsektors im Jahr 2025 ausgewiesen. Treiber der Entwicklung waren vor allem der Metallbergbau sowie gestiegene Rohstoffpreise. Der Gesamtwert der nicht-energetischen Mineralproduktion erreichte schätzungsweise 112 Milliarden US-Dollar, nach 106 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024. Der Produktionswert von Metallen legte um 13 Prozent auf 38,1 Milliarden US-Dollar zu, während industrielle Mineralien moderat auf 73,7 Milliarden US-Dollar anwuchsen.
Besonders dynamisch entwickelten sich Batterie- und Technologiemetalle. Die Fördermengen von Kobalt und Nickel in den USA stiegen deutlich. Bei Lithium blieb das Produktionsvolumen zwar stabil, sinkende Preise führten jedoch zu einem Rückgang des Produktionswertes. Auch Edelmetalle trugen zum Wachstum bei: Deutlich gestiegene Preise für Gold und Silber erhöhten die Produktionswerte, obwohl die Fördermengen nur moderat zunahmen.
Die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten zeigte insgesamt ein gemischtes Bild. Während die globalen Preise für Spezialmetalle wie Bismut, Antimon und Germanium kräftig anzogen, gaben die Preise für Lithium, Mangan und Nickel nach. Gleichzeitig gingen die inländischen Fördermengen bei mehreren klassischen Metallen zurück, darunter Palladium, Platin, Eisenerz, Blei und Zink. Dies deutet auf anhaltende strukturelle Anpassungen im Bergbausektor hin.
Zugleich kam es zu neuen Investitionen entlang strategisch wichtiger Rohstoff-Lieferketten. So wurde der Antimonbergbau in den USA erstmals seit mehreren Jahrzehnten wieder aufgenommen, und die Verarbeitungskapazitäten für Seltene Erden wurden in mehreren Bundesstaaten ausgebaut. Die Eisen- und Stahlindustrie durchlief parallel einen Restrukturierungsprozess, der sowohl Stilllegungen von Minen als auch neue Investitionsprojekte zur Modernisierung der Produktion umfasste.
Der USGS verweist zudem auf die aktualisierte Critical Minerals List 2025, die inzwischen 60 Rohstoffe umfasst. Sie unterstreicht die wachsende strategische Bedeutung des Metallbergbaus für die US-Industriepolitik und die Sicherung von Lieferketten.
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