Eine Untersuchung des Handelsministeriums kommt zu dem Schluss, dass die starke Abhängigkeit von Importen die nationale Sicherheit bedroht; Zölle in späterer Phase möglich.
Nach einer Untersuchung ist die US-Regierung zu dem Schluss gekommen, dass die Importe von verarbeiteten kritischen Mineralien und deren Derivaten ein erhebliches Risiko für die nationale Sicherheit darstellen. Von der Einführung von Zöllen auf diese Importe wird dennoch zunächst abgesehen.
Wie das Handelsministerium feststellte, besteht eine starke Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten, da die inländische Verarbeitungskapazität begrenzt ist. Da die Materialien, die Gegenstand der Untersuchung waren, wichtige Komponenten für Militärsysteme, Schlüsseltechnologien und kritische Infrastruktur darstellen, entsteht eine strategische Verwundbarkeit in den Lieferketten.
Die Überprüfung wurde im April des letzten Jahres initiiert, kurz nachdem China strenge Exportkontrollen für sieben Seltenerdelemente eingeführt hatte. Die Volksrepublik dominiert die Verarbeitung dieser und zahlreicher anderer kritischer Rohstoffe, was die USA und viele weitere Länder stark importabhängig macht.
Die Überprüfung zeigte, dass die Vereinigten Staaten im Jahr 2024 bei zwölf kritischen Mineralien vollständig auf Einfuhren angewiesen waren, bei weiteren 29 Mineralien mindestens zu 50 Prozent. Selbst wenn manche Rohstoffe durch heimischen Bergbau gefördert werden können, macht die begrenzte Verarbeitungskapazität den Export ins Ausland notwendig, um die Materialien nach der Veredelung anschließend wieder zu importieren.
Anstatt als Gegenmaßnahme Einfuhrzölle zu verhängen, will die US-Regierung Gespräche mit internationalen Handelspartnern führen, um verlässliche Materialströme zu sichern und die Resilienz der Lieferketten zu stärken. Außerdem sollen Mechanismen wie Mindestpreise für die Importe kritischer Mineralien geprüft werden – ein Schritt, den dieser Tage bereits die Finanzminister der G7 im Zusammenhang mit Seltenen Erden erwogen haben. Zölle bleiben jedoch eine Option, falls die Verhandlungen innerhalb von 180 Tagen keine belastbaren Ergebnisse liefern.
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