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Freitag, 15. Mai 2026

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US-Zölle: Australien will seine Position bei kritischen Mineralien stärken

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Premierminister Albanese legt Strategie vor.

Der australische Premierminister Anthony Albanese hat am Freitag einen Fünf-Punkte-Plan vorgestellt, um auf die jüngste Entwicklung der US-Handelspolitik zu reagieren. Ein zentrales Element ist die finanzielle Unterstützung jener Industriezweige, die besonders stark von den in dieser Woche eingeführten Strafzöllen betroffen sind. Zugleich hob Albanese Australiens strategischen Vorteil hervor: die reichen Vorkommen an kritischen Mineralien.

Ein zentraler Bestandteil des Plans ist die Einrichtung einer strategischen Reserve für kritische Mineralien. Bestimmte Rohstoffe sollen nicht mehr exportiert, sondern im Inland zurückgehalten werden sollen. Dies soll Australien nicht nur widerstandsfähiger gegenüber internationalen Handelsmaßnahmen machen, sondern dem Land auch mehr Einfluss in den globalen Lieferketten für kritische Rohstoffe verschaffen.

Kritische Rohstoffe bislang von Strafzöllen ausgenommen

US-Präsident Donald Trump verhängte am Mittwoch umfassende Importzölle für Waren aus nahezu allen Ländern. Doch es gibt eine Reihe von Ausnahmen, vor allem bei kritischen Rohstoffen wie Seltenen Erden oder Gallium, was deren Bedeutung unterstreicht. In diesem Bereich sind die Vereinigten Staaten bislang umfangreich auf Importe angewiesen, da nicht alle Stufen der Wertschöpfungskette von der Förderung bis zur Weiterverarbeitung im Land vorhanden sind.

Australien ist bereits ein bedeutender Akteur im Bereich der kritischen Mineralien: Laut Daten des US Geological Survey verfügt das Land über die zweitgrößten Reserven an Lithium und Mangan weltweit. Zudem gehört Australien zu den führenden Produzenten von Seltenen Erden, Nickel, Silber und Zinn – sowie vieler weiterer kritischer Rohstoffe. Mit dem Gesetz „Future Made in Australia“ will die Regierung ihre internationale Position weiter stärken (wir berichteten).

Branchenverband begrüßt den Plan

Die Australian Association of Mining and Exploration Companies (AMEC), die über 500 Unternehmen der Branche vertritt, hat den Vorschlag begrüßt. Man sehe darin die Chance, Australiens Rolle in strategisch wichtigen globalen Diskussionen zu stärken. Gleichzeitig betonte AMEC, dass ein detaillierterer Plan notwendig sei, um die Maßnahmen umfassend bewerten zu können.

Photo: iStock/JoeGough

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