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Dienstag, 12. Mai 2026

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Urbane Kreislaufwirtschaft: Lime und Cyclic wollen E-Scooter-Magnete recyceln

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Kritische Rohstoffe wie das Seltenerdelement Neodym sollen zurückgewonnen werden.

Lime, der US-Sharing-Anbieter für E-Scooter und E-Bikes, geht eine Partnerschaft mit dem kanadischen Recycler Cyclic Materials ein. Ziel der Kooperation ist es, Seltenerdmagnete aus Limes nordamerikanischer Fahrzeugflotte für die erneute Nutzung zurückzugewinnen. Diese in den Motoren der Fahrzeuge verbauten Komponenten enthalten kritische Rohstoffe wie Neodym, werden weltweit aber bislang nur in sehr geringen Mengen recycelt.

Im Rahmen der Partnerschaft sollen die zurückgewonnenen Materialien in den Anlagen von Cyclic, die sich im US-Bundesstaat Arizona und im kanadischen Kingston befinden, verarbeitet werden. So gelangen die wertvollen Rohstoffe wieder in den Wirtschaftskreislauf, was die Abhängigkeit von Bergbau und Importen verringern soll. Die Anlage in Arizona soll Anfang 2026 in Betrieb gehen (wir berichteten). Namhafte Unternehmen wie Microsoft, BMW iVentures, Hitachi Ventures und Amazon unterstützen das Start-up bereits bei seiner Entwicklung.

Urban Mining: Ein weitgehend ungenutztes Potenzial

Das Recycling im Bereich der Mikromobilität, die zum Beispiel E-Scooter umfasst, steckt noch in den Kinderschuhen. Es gibt aber bereits erste Projekte. In Finnland etwa arbeiten die Universität Jyväskylä und das finnische Umweltinstitut Syke an neuen Methoden zur Rückgewinnung kritischer Metalle aus kleinen Elektrofahrzeugen. Dieses Projekt soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Auch Limes Konkurrent Bird intensiviert seine Recycling-Bemühungen und kooperiert mit Noveon Magnetics (ehemals Urban Mining Co.) bei der Rückgewinnung von Seltenerdmagneten.

Diese Projekte sind Teil eines größeren Trends im Bereich des Urban Mining – also der Idee, Städte als „oberirdische Minen“ zu nutzen. Laut der Marktforschungsgruppe Adamas Intelligence könnten allein in den USA bis 2035 über 43.000 Tonnen ausgedienter NdFeB-Magnete (Neodym-Eisen-Bor) anfallen.

Photo: MarioGuti via Canva

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