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Donnerstag, 18. Juni 2026

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Rohstoffpakt: USA und Australien wollen Milliarden in kritische Mineralien investieren

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Das am Montag geschlossene Abkommen steht laut Australiens Premierminister für eine „Investitionspipeline von 8,5 Milliarden US-Dollar“.

Die Vereinigten Staaten und Australien wollen im Bereich der Lieferketten für kritische Mineralien enger zusammenarbeiten. Ein entsprechendes Abkommen wurde am Montag im Weißen Haus von US-Präsident Donald Trump und dem australischen Premierminister Anthony Albanese unterzeichnet. In diesem Rahmen wollen die beiden Regierungen mit der Privatwirtschaft kooperieren und dabei Instrumente wie Bürgschaften, Darlehen, Beteiligungen und beschleunigte Genehmigungsverfahren nutzen. Laut Albanese umfasst die Vereinbarung „eine Pipeline“ an investitionsbereiten Projekten im Umfang von rund 8,5 Milliarden US-Dollar.

Beide Länder wollen innerhalb von sechs Monaten jeweils mehr als eine Milliarde US-Dollar für ihre heimischen Abbau- und Verarbeitungskapazitäten mobilisieren. Zwei Vorhaben stehen schon fest: Der australische Bergbaukonzern Arafura Rare Earths erhält 100 Millionen US-Dollar für die Weiterentwicklung seines Seltenerdprojekts Nolans und der US-Aluminiumhersteller Alcoa wird mit 200 Millionen US-Dollar beim Bau einer Gallium-Raffinerie in Westaustralien unterstützt. Dieser erfolgt in Kooperation mit der japanischen Sojitz Corporation.

Zum Schutz nationaler Interessen werden außerdem neue Prüfmechanismen eingeführt, die den Kauf strategischer Rohstoffanlagen durch ausländische Investoren verhindern sollen. Darüber hinaus wollen die USA und Australien Recycling-Technologien fördern, um die Abhängigkeit von Rohstoffimporten weiter zu reduzieren.

USA streben nach Diversifizierung – Australien positioniert sich als Alternative zu China

Das Abkommen unterstreiche die starke Verbindung zwischen den beiden Ländern und ihr gemeinsames Ziel, Materialien für die Industrie von morgen zu sichern, sagte Albanese. Während die USA ihre Rohstoffversorgung zunehmend unabhängiger von China, dem größten Produzenten zahlreicher kritischer Mineralien, machen wollen, positioniert sich das ressourcenreiche Australien als verlässliche Alternative zur Volksrepublik. Das Abkommen folgt nicht einmal zwei Wochen nach Pekings Bekanntgabe, die Exporte Seltener Erden noch strenger zu reglementieren und auf dazugehörige Technologien auszuweiten.

Photo: iStock/Oleksii Liskonih

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